link building strategien 2017

7 Link-Building-Strategien, die ab sofort gemieden werden sollten

Wie gut Ihre Website im Internet gefunden wird, ist von vielen Faktoren abhängig. Mittels Suchmaschinenoptimierung können einige Maßnahmen ergriffen werden, um im Netz mehr Sichtbarkeit zu erlangen. Link-Building gehört als großer Teil der Off-Page-Optimierung zu SEO und befasst sich mit dem Aufbau von sogenannten „Backlinks“. Hierbei wird versucht, die auf die eigene Website verweisenden (Back-)Links manuell zu erhöhen. Durch viele qualitativ hochwertige Backlinks (also Links, die von anderen Webseiten auf meine eigene zeigen) kann Suchmaschinen suggeriert werden, dass die eigene Website mehr oder weniger wichtig ist. Je mehr relevante Websites den eigenen Content verlinken, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten diese Inhalte bei Suchmaschinen. Erhält der eigene Content viele, qualitativ hochwertige Empfehlungen (bzw. Verlinkungen), führt dies i.d.R. zu einem besseren Suchmaschinenranking für bestimmte Suchbegriffe. Daher ist es für Unternehmen wichtig, das eigene Ranking durch zunehmend mehr Backlinks kontinuierlich zu steigern.

Durch viele Algorithmus-Updates der Suchmaschinen kann die Qualität von Webseiten und dadurch die Qualität von deren Backlinks immer genauer analysiert werden. Dadurch fallen unnatürlich schneller Linkwachstum, etwaiger Linktausch & Co recht schnell auf. Doch auch Guest Blogging wird laut Matt Cutts nicht sonderlich hoch gerankt. Trotzdem nutzen viele SEO-Agenturen immer noch nachfolgende Taktiken, um das Ranking vermeintlich positiv zu beeinflussen. Bei so viel Verwirrung überrascht es nicht, dass viele Unternehmen Linkbuinding lieber vernachlässigen als Zeit zu investieren und schlechte Links zu entfernen.

So unübersichtlich und frustrierend es für manche Online-Marketer auch sein mag. Backlinks sind nach wie vor ein Rankingbestandteil und sollten nicht vollends ausgeklammert werden. Um einen kurzen Anstoß zu geben, möchten wir auf Backlink-Strategien hinweisen, die ab 2017 mehr Schaden als Nutzen anrichten.

1. Qualitativ minderwertige Links

Leider muss dieser Punkt auch Anfang des Jahres 2017 angeführt werden. Links sind so hochwertig wie die Seiten von denen sie kommen. Da hilft es auch nicht, sehr viele Backlinks von minderwertigen Webpräsenzen sein Eigen nennen zu können. Das eigene Ranking wird davon definitiv nicht verbessert – sondern kann durch die Masse an minderwertigen Backlinks sogar noch in Mitleidenschaft geraten. Versuchen Sie es sich von Google’s Seite aus vorzustellen: Eine Empfehlung von jemandem mit schlechtem Image ist weitaus weniger wert als eine Empfehlung von jemandem mit guten Verbindungen. Oder anders herum: Es gibt so viele gute, branchenspezifische (Nischen-) Seiten, von denen Sie nicht nur den Linkjuice haben sondern auch Nutzer konvertieren können. Warum also sollten Sie versuchen Links von Webseiten mit Spam und mittelmäßigem Image oder verbesserungsbedürftigem Ranking zu erhalten. Macht irgendwie kaum Sinn, oder?
Um zu eruieren, ob eine Website für Ihre Backlinks in Frage kommt, stehen Ihnen viele Tools zur Verfügung. Beispielsweise können Sie den Open Site Explorer von MOZ nutzen, um ein Qualitätsranking von 0 bis 100 auf Grundlage des Link-Profils zu erhalten. Alles über 25 ist als guter Wert zu sehen – das Ziel sollte longterm über 50 liegen.

2. Links kaufen

Ich habe mich schon immer gefragt: Wieso sollte ich einem anderen Unternehmen Geld geben, um ein oder zwei Backlinks zu meinem eigenen Content zu erhalten, wenn ich mit demselben Geld auch tollen, zusätzlichen Content schaffen kann, der es wirklich Wert wäre online geteilt zu werden. Davon abgesehen sind seit dem neuen Google Penguin Update alle Rankings live. Erhalten Webseiten, die von Ihnen für Backlinks bezahlt wurden durch Google & Co Penalties, werden Sie das definitiv an Rankingverlusten spüren.

3. Linktausch

Wenn sich zwei Webseitenbetreiber absprechen und Links des jeweils anderen auf die eigene Website setzen, spricht man von Linktausch. Obwohl es oberflächlich als harmlos erscheinen mag, sehen Suchmaschinen dies als unnatürlich wachsende Linkstrukturen an. Drei Mal dürfen Sie raten: Ja genau, gibt Penaties die sich in Rankingverlusten bemerkbar machen. Und das können auch Webseiten über Nacht zu spüren bekommen, die Linktausch mit der gestraften Website betrieben haben. Ärgerlich, unnötig und mit sehr zeitintensiv, um das wieder rauszubügeln.

4. Foren- und Blog-Kommentare

Ja, ich weiß dass sich Kommentare (mit Links) in Foren und Blogs nicht negativ auf ein Ranking auswirken. Aber diese Taktik kann als bloße Linkbuilding-Strategie definitiv eingemottet werden. Abgesehen davon, dass Webmaster, Moderatoren & Betreiber von Foren Links auf Spam entweder händisch oder programmatisch prüfen und diese ohnehin gelöscht werden, sind Backlinks durch solche Seiten für Suchmaschinen so gut wie gar nichts wert. Der Aufwand der betrieben werden müsste steht in absolut keinem Verhältnis zueinander. Wenn Sie sich dennoch entscheiden sollten, auf Foren und Blogs Links zu hinterlassen, sollte Ihre Antwort zumindest hilfreich, persönlich und THEMENRELEVANT sein.

5. Ausschließliche Verwendung von Mass Press Releases

Ab und zu Pressemitteilungen veröffentlichen (lassen) ist keine schlechte Idee. Jedoch sollte dies nicht der Schwerpunkt im Linkbuilding sein. Vor allem, weil Google solchen Mitteilungen automatisiert weniger Wert für die enthaltenen Links zuspricht. Wenn es über Neuigkeiten zu berichten gibt, können solche Portale freilich genutzt und Mitteilungen auf relevanten Plattformen geteilt werden. Jedoch sollte auch hier auf Verhältnismäßigkeiten geachtet werden. Nicht alles ist eine online „Pressemitteilung“ wert.

6. Private Blog Netzwerke

Wie man dem Namen nach vermuten kann, handelt es sich hierbei um ein Netzwerk aus verschiedenen Blogs oder Websites, die meist von einer Person betrieben werden und nicht (offensichtlich) miteinander verbunden sind. Diese Netzwerke haben den alleinigen Zweck, bestimmte ausgewählte Webseiten bei Google & Co. zu pushen. Solange Webseiten dieses Netzwerks auf unterschiedlichen Servern liegen, nicht miteinander verbunden sind, durch unterschiedliche Personen registriert wurden, bei anderen Anbietern gehostet werden, einen anderen Namen im Impressum haben, eine unterschiedliche IP-Adresse besitzen, usw. kann Google diese Seiten nicht in Verbindung bringen. Wenn Suchmaschinen in den eben genannten Punkten keine Übereinstimmung finden und zudem nicht merken, dass bestimmte Seiten untereinander unnatürlich verlinkt werden, ist alles ok. Andernfalls werden alle Links dieses Netzwerks abgewertet. Alle. Ein großes Risiko, wenn man bedenkt, dass Suchmaschinen ständig optimiert und verbessert werden und sie zudem explizit mit Crawlern nach solchen Plattformen suchen. Ob’s das wert ist? Sagen Sie’s mir.

7. Zu viele Links auf einmal

Suchmaschinen werten langsames und gleichmäßiges Linkwachstum als natürlich und eine extreme Entwicklung in einer kurzen Periode als unnatürlich. Zu viele Links in einer zu kurzen Zeit könnte Google das Zeichen geben, Sie würden spammen. Im schlimmsten Fall folgt ein dramatischer Verlust an Traffic und Ranking.

Sie sollten sich jetzt aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Stattdessen ist es ratsam, das Ranking langsam aufzubauen durch Linkbuilding in Verbindung mit organischen Strategien wie Content Marketing, Keyword Optimierung, Social Media Marketing & Co. Mit der richtigen Strategie kann Linkbuilding dabei helfen, das Ranking und dadurch Traffic zu erhöhen. Aber viele qualitativ hochwertige Backlinks gibt es nur gratis wenn Sie auch qualitativ hochwertige Inhalte publizieren. Überlegen Sie mal: Was haben Sie zuletzt geteilt?